FAQ - Die wichtigsten Fragen und Antworten auf einen Blick.

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airwasol - frequently asked questions - häufig gestellte Fragen

Warum Luft als Wärmeträgermedium?

Luft ist einfach spitze! Jeder ist damit vertraut. Es gibt sehr viele Vorteile beim Umgang mit ihr.

Zwar ist auch Luft als Wärmeisolator bekannt, aber wenn man sie richtig einsetzt, ist sie unschlagbar gut.

 

  • Luft ist kostenlos und weltweit verfügbar

  • Luft ist nicht toxisch

  • Keine Frostgefahr

  • Luft kann direkt im Wärmeprozess z.B. beim Lüften und Trocken ohne Wärmeübertrager verwendet werden.

  • Anlagenstillstand sicher beherrschbar. Dieser Anlagenzustand tritt ein, wenn z.B. keine Wärme vom Kollektor abgenommen werden kann, da der Wärmespeicher seine Maximaltemperatur erreicht hat.

  • In den Kollektorzuleitungen oder im Wärmenetz können keine gefährlichen Anlagenzustände wie z.B. Druckschläge durch Überhitzung auftreten.

  • Leckagen im Lüftungsrohrsystem verursachen keine Bauschäden wie es bei Wassersystemen passieren kann. Besonders dieser Vorteil ist für die Anwendung in der Fassade ausschlaggebend.

  • Auch bei geringer Sonneneinstrahlung wie im Winter und bei Minusgraden können die Solarluftkollektoren in der Luftvorwärmung als Unterstützung der Gebäudeheizung betrieben werden.

  • Luft ermöglicht durch ihre geringe Wärmekapazität sehr schnell die gewünschte Betriebstemperatur.

  • Große Solaranlagen können einfach und kostengünstig realisiert werden. Es werden keine teueren Sicherheitssysteme oder Regelstrategie benötigt wie z.B. Notrückkühler.

  • Die leichte Bauweise der Solarluftkollektoren TSTair ist ideal für Leichtbauhallen.

  • Die Luft selbst muss nicht gewartet werden, nur Kollektorkreiskomponenten wie z.B. Luftfilter sind in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

  • Mit einem Luft-Wasser-Wärmeübertrager lässt sich eine einfache und sichere Systemeinbindung in bestehende Warmwassersysteme realisieren - und das mit allen Vorteilen von Luft.

Welche Kollektorbaureihe ist für welche Anwendung geeigenet?

Im Prinzip kann jede Baureihe jedes Einsatzgebiet bedienen. Die Größe der Kollektoren unterscheidet sich hauptsächlich in der Gehäusegröße. Es können verschieden große Kollektorteilfelder realisiert werden. Sie können in fast unbegrenzter Anzahl zu einem großen Kollektorfeld zusammengeschaltet werden.
Je größer das Kollektorgehäuse, desto höher kann der Luftvolumenstrom in einem Teilfeld sein. Die Solaranlage wird so ausgelegt, dass der Druckverlust immer so gering wie möglich ist.

Kann ich Strom damit erzeugen?

Theoretisch wäre eine Stromerzeugung möglich, jedoch ist unser Kollektor dafür nicht entwickelt worden. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Wärme in Elektrizität ist extrem schlecht und somit eine Stromerzeugung mit heißer Luft nicht wirtschaftlich.

Was ist ein Luft-Wasser-Wärmeübertrager?

Ein Luft-Wasser-Wärmeübertrager auch der sog. Wärmetauscher überträgt die Wärme der heißen Luft auf das kalte Wasser.

Heiße Luft erwärmt den Wärmeübertrager auf einer Seite. Gegenüber durchfließt das kalte Wasser den Wärmeübertrager und erwärmt sich.

Das Luftsystem wird hierbei als geschlossenes System gefahren. Es wird keine Frischluft angesaugt. 

Warum einen Luft-Wasser-Wärmeübertrager einsetzen und nicht gleich Wasser erwärmen?

Luft hat sehr viele Vorteile, siehe Grundlagen. Genau diese Vorteile bleiben bestehen, wenn man mit Luftkollektoren und einem Wärmeübertrager für Wassererwärmung verwendet.

Um Luft zu erwärmen braucht man auch viel weniger Energie, deswegen können bei geringen Einstrahlungen schon relativ hohe Temperaturen erreicht werden. Wasserkollektoren „springen“ oft bei geringen Einstrahlungen gar nicht erst an.

Selbst im Winter können auch bei einer geringen Einstrahlung noch Temperaturen bis zu 30 ° C erreicht werden.

 

 

Ist ein autarkes System ohne Stromanschluss möglich?

Ja, die elektrische Antriebsenergie für die Ventilatoren kann mit einem Photovoltaikmodul sichergestellt werden. Somit ist kein Stromanschluss für die Luftverteilung und den Betrieb der Kollektoren nötig.

Was passiert, wenn ich keine Wärme abnehme?

Im Gegensatz zu einem Wasser-Glykolkollektor passiert bei einem Luftkollektor absolut nichts. Von Vorteil ist, dass Luft nicht kochen und die Kollektoren beschädigen kann.

Außerdem können Luftkollektoren und -leitungen nicht einfrieren. Leckagen im Lüftungsrohrsystem sind weniger schädigend als Wasserschäden. Im Winter, wenn von der Sonne weniger Wärme eingefangen wird, kann die Luft - sobald sie Zimmertemperatur hat - direkt in die Räume geleitet werden.

Was sind die Nachteile von Luftkollektoren?

Nachteilig ist, dass keine dünnen Wasserrohre, sondern dickere Luftkanäle in den Häusern eingebaut werden müssen. Dies kann in Neubauten bereits bei der Konstruktion berücksichtigt werden, bei Altbauten sind jedoch individuelle Lösungen gefragt.

Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen Luft-Wasser-Wärmeübertrager z.B. auf dem Dach zu verwenden. Somit sind keine großen Luftleitungen notwendig.

Wie laut ist der Ventilator?

Bei kleinen Anlagen liegen die Dezibelwerte unter ca. 60 dB. Erst bei größeren Industrieanlagen werden die Ventilatorgeräusche lauter. Mit Hilfe von Schallisolierung kann, wenn der Platz zur Verfügung steht, der Geräuschpegel sehr gut reduziert werden.

Kann ich mich an den Kollektoren verbrennen?

Nein und ja

Selbst bei einer hohen Sonneneinstrahlung liegt die Temperatur des Glases und der Kollektorgehäuse nicht höher als ca. 60 °C.

Was man nicht machen sollte: in den heißen Kollektor hineingreifen. Es ist vergleichbar mit einem Backofen bei > 200 °C => Handschuhe!

Wie hoch ist der Kollektorwirkungsgrad?

Das kommt auf den Temperaturunterschied zwischen Kollektor und Umgebungstemperatur an. Dafür gibt es die Kennlinie des TSTair-Kollektors bei der man den Wirkungsgrad in Abhängigkeit der Temperaturdifferenz ablesen kann.

Wie hagelfest sind die Glasröhren?

Es wurden vom Hersteller verschiedene Glasröhren mit unterschiedlichen Wanddicken auf Hagelfestigkeit getestet. Die normal verwendeten Röhren mit einer Wanddicke von 2,2 mm können Hagelkörner mit Durchmesser von bis zu 2,5 cm unbeschadet überstehen; es stehen aber auch Glasöhren mit einer Wanddick von 3,2 mm zur Verfügung. Diese werden z.B. in manchen Kantonen in der Schweiz von der Versicherung verlangt.